Psychische Arbeitsplatz Evaluierung

Die Belastungen im Arbeitsalltag führen zu subjektiv empfundenen Beanspruchungen, die wiederum über persönliches Wohl oder Werte, Motivation oder Frust

entscheiden. Anstatt die Belastungen im Arbeitsprozess zu vermeiden, ist es besser zu fragen: "Wie sind die Bedingungen, unter denen die Belastungen auf die jeweilige Person wirken?

Wie gesundheitsgerecht (aktivierend) oder krankmachend (deaktivierend) ist die Arbeit gestaltet?

BfB-Counseling unterstützt Sie dabei, die Belastungen in Arbeitsprozessen anhand der AUVA entwickelten ABS- Gruppen Methode zu vermeiden und dadurch unnötige Kosten zu sparen.

Leider wird häufig alles, was mit „psych…“ beginnt, für krank gehalten.

 

Psyche ist eine Funktion des Gehirns. Diese Funktion umfasst das Denken (kognitive Prozesse) und das Fühlen (emotionale Prozesse). Zu den kognitiven (informationsverarbeitenden) Prozessen gehören z.B. aufmerksam sein, sich konzentrieren, sich erinnern oder etwas lernen.

Zu den emotionalen Prozessen gehören positive und negative Gefühle wie Freude, Begeisterung, Zuneigung, Angst, Unsicherheit, Ärger oder Aggression. Freundlichkeit und Einfühlungsvermögen sind z.B. wichtige emotionale Prozesse für Dienstleistungen.

Leben und Arbeiten erfordern ständig von uns, dass wir sowohl Denk- als auch Emotionsarbeit leisten.

Das ist nicht krank, sondern ganz normal.

Psychische Belastungen sind also nicht im Menschen, sondern außen. Es geht somit nicht um die Einstellungen von Menschen gegenüber ihren Arbeitsbedingungen (Zufriedenheit, Motivation, ...), sondern um die Einwirkung der Arbeitsbedingungen auf den Menschen. Alle Aspekte der Arbeitssituation, die emotionale und kognitive Vorgänge beeinflussen, bezeichnet man als psychische Belastungen  (z. B. Information, Kommunikation, Umgebungsbedingungen, ...).

Arbeit und Arbeitsbedingungen haben für die meisten Menschen mehrere Gesichter. Arbeit kann anregend, förderlich und bestätigend wirken (positive Belastungen). Aber Arbeitsbedingungen können auch anstrengen, beeinträchtigen und krank machen (negative Belastungen).

Ziel der Evaluierung psychischer Belastungen

Die gesetzliche Ermittlung und Beurteilung psychischer Belastungen dient dazu, gesundheitsgefährdende Belastungen durch die Arbeitsbedingungen festzustellen und passende betriebliche Maßnahmen dagegen umzusetzen.

  • Informationen oder Arbeitsaufträge sind unklar und müssen daher immer wieder mit Mehraufwand ausgebessert werden.

  • Die Arbeitsaufgaben sind gleichförmig, reizarm, monoton.

  • Die Umgebungsbedingungen sind so ungünstig (Lärm, Licht, Hitze, etc.), dass die Wahrnehmung und Informationsverarbeitung beeinträchtigt ist.

 

Wenn Menschen häufig auftretenden oder lang andauernden negativen Belastungen (Fehlbelastungen) ausgesetzt sind, kann es zu vielfältigen Beeinträchtigungen bzw. negativen Beanspruchungsfolgen kommen.

Psychische Auswirkungen beim Menschen

  • Beeinträchtigung der kognitiven Leistungsfähigkeit

    (Wahrnehmung, Informationsverarbeitung,  Denken, Entscheiden, etc.)

  • Ermüdung, Sättigung, Monotonie, Stress,  Erschöpfung (Schlagwort „Burnout“)

  • Stimmungsveränderungen (z. B. Gereiztheit,  Traurigkeit, Hilflosigkeit, …)

  • Verstärkter Konsum von Nikotin, Alkohol,  Medikamenten, weiteren Drogen

Körperliche Auswirkungen beim Menschen

  • Verschlechterung der Immunlage, mehr Infekte, verzögerte Wundheilung

  • Zunahme von Erkrankungen des Herz-KreislaufSystems, des Muskel-Skelett-Systems,  des Magen-Darm-Systems

  • Anstieg des Unfallrisikos

Auswirkungen auf die Arbeit und den Betrieb

  • Konzentrationsprobleme, Verlangsamung,  Erhöhung der Fehlerhäufigkeit

  • Mehr Probleme in der Zusammenarbeit (Konflikte)

  • Verschlechterung der Arbeitszufriedenheit und  des Betriebsklimas

  • Negative Kennzahlenentwicklung (Fluktuation, Krankenstände, Unfälle, Qualitätsprobleme)

Umgekehrt bedeutet es, dass psychisch gut gestaltete Arbeitsbedingungen zu einer Reduktion der angeführten psychischen, physischen und betrieblichen Probleme führen. Menschen bleiben gesünder, zufriedener, leistungsfähiger und Betriebe vermeiden Spannungen, Unzufriedenheit und die Abnahme der betrieblichen Leistungsfähigkeit.

 

Das zum Mitarbeiter passende Aufgabensetting ist Auslöser für das durchgehend zuversichtlich Gefühl, schwierige Aufgaben meistern zu können. So bildet sich ein hohes Kohärenzgefühl, das wiederum Widerstandsressourcen aktiviert mit denen sich "Stress" wegstecken lässt. Arbeitsbedingten psychischen Belastungen kommt eine hohe Bedeutung für die Gesundheit zu. Die psychischen Belastungen bei der Arbeit müssen deshalb zuverlässig erkannt und angemessen in der Gefährdungsbeurteilung berücksichtigt werden.

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